ABO+2019-02-04 09:01

«Riesige Biervorräte anlegen, das halte ich für übertrieben»

Käse einlagern, Ersatzteile bunkern, sich einbürgern lassen? Vier Unternehmer erzählen, was der Brexit für sie in der Schweiz bedeutet.

«Niemand weiss, was passiert»: Pub-Unternehmer Jon Southworth. Foto: Christian Flierl

«Niemand weiss, was passiert»: Pub-Unternehmer Jon Southworth. Foto: Christian Flierl

  • Christoph Lenz und David Hesse

Der Pub-Chef

Jon Southworth lebt seit 24 Jahren in der Schweiz. Er ist Geschäftsleiter der Gastrag AG, der Besitzerin der Mr.-Pickwick- und Oliver-Twist-Pubs unter anderem in Basel, Bern und Zürich.

«Momentan bin ich nicht wirklich nervös. Riesige Biervorräte anlegen, das halte ich für übertrieben. So gross ist die Abhängigkeit unserer sechs Pubs vom Vereinigten Königreich nämlich gar nicht. Gut, wir bieten ausgewählte Esswaren an, Malt Vinegar für Fish and Chips, Colmans-Senf, Walker-Crisps. Beim Bier aber haben wir erstens einen weitsichtigen Lieferanten. Er überlegt sich jetzt, die Bierbestellungen für ­April und Mai schon im März anliefern zu ­lassen, vor dem Stichtag. Zweitens sind die meisten Brauereien heute globale Unternehmen. Boddingtons etwa gehört dem InBev-Konzern. Die haben sich sicher vorbereitet auf den Brexit.