2018-05-03 18:43

«Die untere Altstadt lebt»

Vier Frauen wollen die untere Berner Altstadt beleben. Dafür organisieren sie dieses Wochenende einen «Loubechehr»: Dort präsentiert sich das lokale Gewerbe und putzt sich für neue Kundschaft heraus.

Die vier «Loubechehr»-Veranstalterinnen: (von links) Karin Hänni, Karin Hänzi Berger, Arlette Schneider und Zimi Kesselring.

Die vier «Loubechehr»-Veranstalterinnen: (von links) Karin Hänni, Karin Hänzi Berger, Arlette Schneider und Zimi Kesselring.

Frau Schneider, Sie sind eine der Veranstalterinnen des «Loubechehr». Ist das ein weiterer Versuch, wieder Leben in die «tötelnde» untere Altstadt zu bringen? Die Altstadt «tötelet» nicht, sie lebt. Grund für die Veranstaltung ist auch, dass sich in der unteren Altstadt einiges getan hat. Jetzt müssen wir das lediglich sichtbar machen. Es gibt viele neue Läden, neue Angebote. Mit dem «Loubechehr» möchten wir nun diese neue Ära einleiten.

Was erhoffen Sie sich konkret vom «Loubechehr»? Die Leute sollen die untere Altstadt neu entdecken, die Läden sollen sich den Kunden präsentieren können. Wenn die Läden zusammenarbeiten, ist unsere Reichweite viel grösser.

Wie kamen Sie auf die Idee, einen solchen Anlass zu organisieren?
Der 1. Advent in der Berner Altstadt ist eine ähnliche Veranstaltung. Diese trägt seit mehr als 20 Jahren dazu bei, die Leute in die Läden zu locken. Zudem gibt es den First Friday in Biel, der nun seit einiger Zeit die Leute einmal im Monat erfolgreich in die Bieler Altstadt bringt.

Am Bieler First Friday finden sich neben Ladenbesuchern auch zahlreiche Menschen, die feiern. Wird in der unteren Altstadt Berns also dieses Wochenende auch kräftig Party gemacht?
Nein, unser Programm dauert diesen Freitag lediglich bis 21 Uhr, dann ist Schluss. Hätten wir länger gewollt, wäre das zu aufwendig geworden wegen der Bewilligungen. Um Konzerte oder ähnliches zu organisieren, hätten wir auch gar nicht die Kapazitäten. Wir sind ein kleines Kollektiv. Wer aber woanders feiern gegangen ist, kann am nächsten Tag das Katerfrühstück besuchen.

Insgesamt machen 95 Läden und Gastrobetriebe mit. Gibt es auch solche, die kein Interesse haben?
Vermutlich schon, von denen haben wir aber nichts gehört. Klar ist, dass insbesondere die Inhaberläden stark daran interessiert sind, sich zu präsentieren.

Arlette Schneider ist Mitorganisatorin der «Loubechehr» und betreibt selbst einen Kleiderladen in der Brunngasse.

DerBund.ch/Newsnet