2018-12-13 18:17

Neubau von Berner Kunstmuseum wird konkret

Der geplante Neubau des Kunstmuseums nimmt Form an. Nun sind Vorschläge mit Kosten zwischen 56 bis 82 Millionen Franken auf dem Tisch.

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Bis im Sommer 2019 sollen die Rahmenbedingungen für die bauliche Erweiterung des Kunstmuseums Bern geklärt werden. Anschliessend soll der internationale Architekturwettbewerb ausgeschrieben werden, hiess es am Donnerstag an der Jahresmedienkonferenz von Dachstiftung Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee (KMB-ZPK).

Im Frühling hatte die KMB-ZPK aufgrund einer Machbarkeitsstudie entschieden, auf eine aufwändige Sanierung des bestehenden Erweiterungsbaus aus den 1980er-Jahren zu verzichten und stattdessen einen Neubau zu planen.

Zur Diskussion steht nebst einem Neubau eine Erweiterung des Museums-Perimeters auf das benachbarte Gebäude der Hodlerstrasse 6a, das heute noch von der Berner Kantonspolizei genutzt wird. Je nach Variante werden die Kosten für die Museumserweiterung auf 56 bis 82 Millionen Franken geschätzt.

Interim-Stiftungspräsident Jonathan Gimmel verwies am Donnerstag auf die komplexen Rahmenbedingungen und die vielfältigen Zuständigkeiten von Kanton und Stadt. Auch befassen sich die Verkehrsplaner mit der Hodlerstrasse, welche die Stadt Bern zu einem Kulturboulevard aufwerten möchte.

Die Maximalvariante «Dreiklang» der Museumserweiterung - Altbau, Neubau und Dépendance - sieht vor, den Haupteingang des Kunstmuseums in die Nähe des Waisenhausplatzes zu verschieben - näher zum Waisenhausplatz und vis-à-vis des Kulturzentrums Progr.

Bezugsbereit dürfte ein Neubau aber nicht vor 2025 sein. Bis dahin soll der heutige Anbau weiter genutzt werden. Die dazu nötigen Unterhaltsarbeiten der Klimaanlage und zum Erdbebenschutz kosten laut Gimmel rund eine Million Franken. Die schier unendliche Geschichte um die Ausbaupläne nahm eine neue Wende, nachdem Kunstmäzen Hansjörg Wyss eine finanzielle Unterstützung für die Erweiterung der Ausstellungsfläche zugesichert hatte.

Im September 2017 hatte das Kunstmuseum ein 40 Millionen Franken schweres Projekt für die bauliche Erweiterung des Museums zurückgezogen. Es zog damit die Konsequenzen aus einem drohenden Rechtsstreit mit 32 Architekturbüros, die sich gegen die freihändige Vergabe des Architekturvertrags wehrten.

cse/sda