ABO+2018-09-07 06:50

«Wir leben zwar in der Hauptstadt, aber praktisch niemand sieht uns»

Seit genau zwanzig Jahren leben Berns Fahrende auf dem vielleicht besten Standplatz der Schweiz. Sinti-Präsident Fino Winter, sagt: Der Ort ist toll, aber entwickeln kann er sich nicht.

Fino Winter mitten in den Vorbereitungen für die Ausstellung in der Pfrundscheune.

Fino Winter mitten in den Vorbereitungen für die Ausstellung in der Pfrundscheune.

(Bild: Franziska Rothenbühler)

  • Marc Lettau

    Marc Lettau

Fino Winter, seit 20 Jahren existiert der Standplatz Bern-Buech. Ist das ein Grund zum Feiern oder zum Klagen?
Ein Grund zum Feiern. Es genügt, sich daran zu erinnern, wie erbärmlich die Lage für die Sinti und die Jenischen in Bern vor 1998 war. Unter der Autobahnbrücke Weyermannshaus zu hausen, war eher ein Erdulden als ein Leben. In der schlechten Luft und eingeklemmt zwischen Öltanks, Strassen und Zentralwäscherei wurden viele krank. Buech ist klar der bessere Ort.

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DerBund.ch/Newsnet