2018-10-18 11:38

Christa Markwalder gibt Kandidatur für Ständerat bekannt

FDP-Nationalrätin Christa Markwalder hat ihre politischen Ambitionen noch nicht begraben. Sie bringt sich für weitere Ämter in Position.

Christa Markwalder an der Herbstsession der Eidgenoessischen Räte 2016 im Nationalrat in Bern.

Christa Markwalder an der Herbstsession der Eidgenoessischen Räte 2016 im Nationalrat in Bern.

(Bild: Keystone (Archiv))

Die Burgdorfer Nationalrätin Christa Markwalder will 2019 für den Ständerat kandidieren. Die Parteileitung der kantonalen FDP empfiehlt sie zuhanden der Delegierten, die im Januar definitiv entscheiden. Damit erneuere die Partei ihren Anspruch auf eine liberale Berner Stimme im Stöckli, heisst es in einer Pressemitteilung der FDP vom Donnerstag.

Markwalder selbst begründet ihr Interesse via «Berner Zeitung», Ausgabe vom Donnerstag. Es gehe ihr vor allem darum, dass die kantonale FDP Teil des schweizweiten Aufwärtstrends der Liberalen sei, wie sie im Interview mitteilt. Der Kanton brauche eine liberale Stimme im Ständerat - und mehr Frauen.

Markwalders Kandidatur kommt unerwartet. Zwar war die 43-Jährige in den letzten Jahren immer wieder für mögliche politische Ämter im Gespräch. Nach ihrem Jahr als Nationalratspräsidenten 2016 sowie nach der sogenannten Kasachstan-Affäre vor einigen Jahren ist es um Markwalder ruhiger geworden. Damals ging es um die Frage, wie stark ausländische Staaten auf Aktivitäten von Schweizer Parlamentarier Einfluss nehmen können. Markwalder bestreitet sämtliche Vorwürfe bis heute vehement.

Unerwartet ist die Kandidatur auch, weil Markwalder bereits einmal für den Ständerat kandidiert hatte. 2011 versuchte die FDP Kanton Bern mit Markwalder den freigewordenen Sitz der damaligen SP-Ständerätin Simonetta Sommaruga zurückzuerobern. Allerdings erfolglos. Markwalder war nur die Drittplatzierte nach dem ersten Wahlgang und verzichtete darauf, am zweiten Wahlgang teilzunehmen.

Mit Markwalder positioniert sich die erste Person für den Berner Ständeratswahlkampf in einem Jahr. Es ist noch nicht klar, ob die beiden Ständeräte Hans Stöckli (SP) und Werner Luginbühl (BDP) 2019 noch einmal antreten werden. Bis jetzt hat noch keine andere Partei Vorschläge für die Kandidatur eingereicht.

Im Januar 2019 soll Markwalder offiziell nominiert werden. Sie sei, wie sie von sich selbst sagt, mit Leib und Seele Parlamentarierin und konnte als Nationalrätin - dies ist sie bereits seit 2003 - wertvolle politische Erfahrungen sammeln. Den Wettbewerb scheue sie nicht, im Gegenteil: Sie freue sich auf die inhaltliche Auseinandersetzung.

kls/mob