ABO+2019-05-21 22:12

Strache hätte nur googeln müssen

Dass ausgerechnet eine geheimnisvolle «Nichte eines russischen Oligarchen» Österreichs Vizekanzler in die Falle lockte, erbost Moskau.

Sie wurden heimlich gefilmt: FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache (Mitte), seine rechte Hand Johann Gudenus und dessen Frau in einer Villa auf Ibiza. Video: SZ

Mit brüchiger Stimme erklärte Heinz-Christian Strache am Wochenende seinen Rücktritt als Vizekanzler, dabei hätte er sich den Skandal mit einer einfachen Suchabfrage im Internet ersparen können. Denn diese ergibt zwei Sachen: Es gibt zwei Tennisspielerinnen mit dem Namen Makarowa, und der angeblich schwerreiche Onkel der Frau, die Strache auf Ibiza Geld angeboten hatte, hat keine Geschwister.

«Es ist allgemein bekannt, dass ich das einzige Kind der Familie war», sagt der Milliardär Igor Makarow. «Folglich habe ich auch keine Nichte.» Und er kenne auch sonst keine Frau dieses Namens.