2017-02-23 15:33

Wie gefährlich sind die USA wirklich?

Donald Trump warnt vor einer steigenden Kriminalität in seinem Land – doch Zahlen der letzten 23 Jahre zeigen etwas anderes.

Donald Trump hat die Kriminalitätsbekämpfung zu einem der Kernpunkte seiner Präsidentschaft erklärt und betont immer wieder, wie schlimm es um die nationale Sicherheit der USA steht. Seine geforderte Abschiebung aller «Illegalen» begründet er damit, dass diese eine «Bedrohung für die Öffentlichkeit» darstellen würden – und dies, obwohl verschiedene Studien über mehrere Jahre gezeigt haben, dass Immigranten statistisch gesehen weniger oft Verbrechen begehen als Leute, die in den USA geboren sind.

Vor knapp zwei Wochen verordnete Trump die Bildung einer Taskforce zur «Kriminalitätsreduktion und Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit». «Die Mordrate in unserem Land ist die höchste seit 47 Jahren», lautete eine seiner Begründungen. Stimmt ebenfalls nicht, urteilten verschiedene Medien und mussten dazu nur auf die FBI-Statistik verweisen: Allein in den zwanzig Jahren zwischen 1995 und 2015 nahm die Mordrate um mehr als 40 Prozent ab.

Bei der Kriminalitätsrate ist der Rückgang sogar noch stärker, wie das renommierte Forschungsinstitut Pew Research Center nun aufzeigt: