ABO+2019-08-14 00:24

Metall, Blut und Schmerz

In den USA grassiert eine Epidemie – ausgelöst durch Millionen Schusswaffen. Die Forschung zeigt: Es gäbe Strategien gegen das Massensterben.

Das Bild zeigt ein Sturmgewehr, das der Attentäter im Juli 2012 beim Amoklauf von Aurora, Colorado, in einem Kino verwendete. 12 Menschen kamen dabei ums Leben. Foto: Keystone

Das Bild zeigt ein Sturmgewehr, das der Attentäter im Juli 2012 beim Amoklauf von Aurora, Colorado, in einem Kino verwendete. 12 Menschen kamen dabei ums Leben. Foto: Keystone

  • Felix Hütten

Es ist ein brennender Schmerz, grausam und unaushaltbar, so beschreiben es viele der Menschen, die überlebt haben – Metall überlebt haben, abgefeuert aus einer Pistole, Kaliber 9 mm, oder einem Sturmgewehr, das dann ihre Haut durchbohrt hat, Muskeln, Organe, Blutgefässe in Millisekunden zerrissen, als seien sie aus Papier. Danach, wenn die Patronenhülsen schliesslich alle am Boden liegen und Stille einzieht, wird es warm, der Körper fühlt sich für einen Moment samtweich an. Und dann zieht und brennt es an jeder Stelle, Blut tropft.