2017-03-30 10:07

Es geht nicht um Rollenbilder

Die Kritik am Leitfaden der Zürcher Gerichte ist verfehlt.

Den Zürcher Gerichten wurde im TA vorgeworfen, keine Lust auf eine Modernisierung des Familienrechts zu haben und keine gerechte Aufteilung der Kinderbetreuung anzustreben. Woher kommen diese schwerwiegenden Vorwürfe, gerade einmal zwei Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes? Die Autorin stützt ihr hartes Verdikt einzig auf einen Leitfaden der Gerichte. Nur: In diesem geht es gar nicht um Fragen der Kinderbetreuung, sondern um die Berechnung von Unterhaltsbeiträgen.

Lukas Huber ist stellvertretender Generalsekretär am Obergericht Zürich