2014-03-26 16:02

Regionalkonferenz verabschiedet Velo-Netzplan für die Region Bern

Die Regionalkonferenz Bern-Mittelland hat einen Netzplan für den Veloverkehr in der Region Bern verabschiedet.

Künftig sollen mehr sogenannte Velobahnen wie hier im Bremgartenwald entstehen.

Künftig sollen mehr sogenannte Velobahnen wie hier im Bremgartenwald entstehen.

(Bild: Valérie Chételat)

Im Veloverkehr-Netzplan enthalten sind auch Korridore, in denen sogenannte Velobahnen sinnvoll sein könnten. Also Velowege, die ein direktes und schnelles Vorwärtskommen ermöglichen.

Mit der Festlegung von potenziellen Velobahn-Korridoren soll ein erstes Zeichen gesetzt werden, jedoch noch keine detaillierte Planung erfolgen, wie aus einem am Mittwoch publizierten Bericht der Regionalkonferenz Bern-Mittelland hervorgeht.

Die Velobahnen sollen vor allem zu einer Reduktion der Reisezeit mit dem Velo beitragen, so dass das Velo auch auf längeren Distanzen konkurrenzfähig gegenüber dem motorisierten und dem öffentlichen Verkehr wird. Velobahnen kennt man im Ausland bereits, so etwa in den Niederlanden oder Dänemark. Im Jahr 2011 brachte Pro Velo Bern diese Forderung für die Agglomeration in Bern aufs Tapet.

Das Potenzial für Velobahnen in der Region Bern ortet der Bericht unter anderen auf der Einfallsachse Münsingen, Rubigen, Gümligen, Muri. Auch in der Region Niederwangen, Bümpliz, Ausserholligen oder im Gebiet Schönbühl, Zollikofen, Wankdorf sowie entlang diverser anderer Einfallsachsen ist gemäss Bericht Potenzial vorhanden.

Die Idee von schnellen, hindernisfreien und direkten Veloverbindungen von und nach Bern sei unbestritten, es seien aber noch viele Fragen zu klären, heisst es in dem Bericht weiter. So etwa, ob Velobahnen entlang der Hauptverkehrsachsen oder auf parallel verlaufenden Strecken geführt werden sollten.

200 Schwachstellen

Die Velobahnen sind allerdings nur ein Aspekt im Netzplan für den Veloverkehr in der Region Bern. Ein weiterer Aspekt, dem die Regionalkonferenz Bern-Mittelland nach eigenen Angaben besondere Bedeutung zumisst, ist die Schulwegsicherheit. Regelmässig mit dem Velo befahrene, ortsübergreifende Schulwege sind daher im regionalen Velonetz ebenfalls berücksichtigt.

Ausserdem sind 200 Schwachstellen im regionalen Velonetz identifiziert worden. Fast die Hälfte von ihnen betreffen die Verkehrssicherheit, das heisst es sind Strecken mit hoher Verkehrsbelastung, meist in Kombination mit hoher Geschwindigkeit. Es sind in der Regel Ausserortsstrecken, für die allenfalls eine Ausweichroute besteht.

Weitere Schwachstellen betreffen die Schulwegsicherheit oder die Veloparkierung. Im Bericht werden die Schwachstellen aufgelistet und Massnahmen zu deren Behebung priorisiert. Der am Mittwoch veröffentlichte Bericht bildet mit den Plänen «Regionales Velonetz» und «Schwachstellen des regionalen Velonetzes» die Grundlage der regionalen Velorichtplanung.

bwg/sda