2012-07-24 16:56

Rekord-Böötle auf der Aare findet statt

Das Berner Unternehmen Gonnado wollte im August zwei Massengummiboot-Fahrten durchführen. Nun wurde der Weltrekordversuch auf der Reuss abgesagt – während das Massen-Böötle auf der Aare wie geplant stattfinden soll.

Der aktuelle Rekord wurde auf der Aare aufgestellt: Im letzten Jahr tummelten sich 1214 Böötler auf dem Fluss. (Quelle: Youtube.com)

Der für Samstag, 4. August, geplante Weltrekordversuch «Reussböötle» ist abgesagt. Der Veranstalter, das Berner Unternehmen Gonnado, hat das Gesuch für das Massen-Gummibootfahren zwischen Gislikon LU und Mühlau AG zurückgezogen.

Hauptproblem waren die mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen, wie die Zuger Polizei heute mitteilte. Die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft warnte am vergangenen Freitag vor der Veranstaltung, weil es nicht genügend Rettungsschwimmer gebe.

Man habe die Veranstalter darauf aufmerksam gemacht, dass der Anlass wahrscheinlich nicht bewilligt werde, sagte der Zuger Polizeisprecher Marcel Schlatter auf Anfrage der sda. Die Organisatoren vom Berner Unternehmen Gonnado hätten ihr Gesuch daraufhin selber zurückgezogen.

Aareböötle nicht betroffen

Das «Reussböötle» hätte zeitgleich mit dem ebenfalls als Weltrekord geplanten «Aareböötle» stattfinden sollen. Die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft warnte am vergangenen Freitag, dass es an beiden Flüssen während der Massenevents zuwenig Rettungsschwimmer gebe. Zudem könnten die Organisatoren an der Aare zwischen Kiesen und der Stadt Bern nur an 150 von bis zu 1500 erwarteten Teilnehmern eine Schwimmweste abgeben.

Anders als auf der Reuss ist der Event auf der Aare aber nicht bewilligungspflichtig. Eine sogenannt «nautische Bewilligung» wäre dann nötig, wenn die Schifffahrt durch den Anlasse gestört würde, sagte Beat Keller, Mediensprecher des Berner Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt auf Anfrage.

Auf dem besagten Abschnitt sei dies nicht der Fall. Auch Naturschutzgebiete seien kaum tangiert, da keine Zwischenhalte geplant sind. Insgesamt, so Keller, machten die Organisatoren einen seriösen Eindruck. Auch ein Sicherheitskonzept hätten sie vorgelegt.

Runder Tisch im Winter

Allerdings werde man wohl nicht darum herumkommen, im Winter an einem Runden Tisch mit Organisatoren und Behördenvertretern über die weitere Zukunft des Anlasses zu diskutieren. Dies gelte insbesondere für den Fall, dass Gonnado weitere Weltrekordversuche plane.

Im vergangenen Jahr tummelten sich 237 Gummiboote auf der Aare. Das reichte zum Weltrekord.

mrs/bs/sda

Bildstrecke

  • loading indicator