ABO+2019-09-12 07:16

Das ist der Terrorhelfer, der den Schweizer Pass verliert

Zum allerersten Mal entzieht der Bund einem Doppelbürger das Bürgerrecht. Die Geschichte von Ümit Y. – und wofür er verurteilt wurde.

Eine umkämpfte Erdölraffinerie im Nordirak, wo im Juli 2015 der von Ümit Y. rekrutierte Schweizer Konvertit Ylan B. im Jihad fiel. Foto: Ahmad Al-Rubaye (AFP)

Eine umkämpfte Erdölraffinerie im Nordirak, wo im Juli 2015 der von Ümit Y. rekrutierte Schweizer Konvertit Ylan B. im Jihad fiel. Foto: Ahmad Al-Rubaye (AFP)

Einem rechtskräftig als Terrorhelfer verurteilten Tessiner entzieht das Staatssekretariat für Migration (SEM) das Schweizer Bürgerrecht. Das ist nur möglich, weil der
35-jährige Ümit Y. ­Doppelbürger ist. Er verfügt noch über die türkische Staatsbür­gerschaft. 2017 war er vom Bundesstrafgericht in Bellinzona in einem abgekürzten Verfahren wegen Verstössen gegen das Al-Qaida- und IS-Verbot zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Davon musste er allerdings nur sechs Monate ­absitzen, der Rest wurde ihm auf Bewährung erlassen.