ABO+2019-09-24 06:48

Rot-Grün macht Druck für mehr autofreie Zonen

In jedem Berner Quartier soll es im Sommer eine Strasse ohne Autos geben. Gewerbe und bürgerliche Politiker haben genug von der «Verdrängungspolitik».

Bald ohne Autos? Der Verein «Läbigi Stadt» sähe die Herzogstrasse im Breitenrainquartier gerne autofrei.

Bald ohne Autos? Der Verein «Läbigi Stadt» sähe die Herzogstrasse im Breitenrainquartier gerne autofrei.

(Bild: Adrian Moser)

  • Simone Klemenz

«Begegnen, Picknicken, Flanieren und Spielen». Dafür: keine Autos, kein Verkehr, kein Lärm. Und zwar in allen Stadtteilen. So stellt sich der Verein «Läbigi Stadt» die Strassen von Bern vor. Nicht erst in einigen Jahren, sondern so rasch wie möglich. Deshalb macht der von rot-grünen Politikern getragene Verein nun über das Stadtparlament Druck, um in allen sechs Stadtteilen autofreie Zonen zu schaffen, zumindest auf einem Strassenabschnitt und über die Sommermonate. An der letzten Sitzung des Stadtrats haben Politikerinnen und Politiker der Rot-Grün-Mitte-Parteien (RGM) eine entsprechende Motion eingereicht. Das RGM-Bündnis hat im Stadtparlament eine Mehrheit, weshalb die Idee gute Chancen hat.